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Lieder ohne Grenzen
Irische Mezzosopranistin bei der Schubertiade im Asamsaal

Die Verbindung zwischen Irland und Deutschland wird immer wichtiger – das sagte der irische Außenminister kürzlich im Hinblick auf den Brexit. Und was verbindet uns Menschen mehr als Musik? Beim deutsch-irischen Liederabend der Schubertiade aus der Reihe Lieder ohne Grenzen am 31. März um 19 Uhr im Asamsaal des Ettlinger Schlosses ist deshalb die irische Mezzosopranistin Alison Browner zu Gast, die bei den Festspielen in Salzburg und Bayreuth und an bedeutenden Opernhäusern wie Covent Garden in London oder am Brüsseler La Monnaie Erfolge feierte. Gemeinsam mit Thomas Seyboldt, Pianist und künstlerischer Leiter der Schubertiade, widmet sie sich der Natur und der Liebe – ebenfalls zwei Themen, die uns Menschen verbinden. Und keines davon funktioniert allein: In den Liedern von Schubert und Schumann geht es nicht nur um Natur, sondern auch um Liebe, in den Rückert-Vertonungen von Robert und Clara Schumann sowie Gustav Mahler und in den Goethe-Liedern Schuberts nicht nur um Liebe, sondern auch um Natur. Einen reizvollen Kontrast bilden die Lieder von Benjamin Britten oder Michael Head auf Texte der irischen Nationaldichter Thomas Moore oder William Butler Yeats.

Alison Browner ist für dieses Grenzen überwindende Programm eine Idealbesetzung. Die Nähe zum irischen Repertoire bringt die in Dublin geborene Sängerin von Natur aus mit und das Konzert- und Liedrepertoire hat sie in bedeutenden Musikzentren im In- und Ausland gesungen. Sie gab Liederabende etwa mit Irwin Gage und hatte große Konzerterfolge unter Mitwirkung namhafter Ensembles und Dirigenten, wie beispielsweise dem Concertgebouworkest unter Philippe Herreweghe, Erik Ericson und seinem Kammerchor, dem Concerto Köln unter Marcus Creed, Nicholas Kraemer, James Levine in Bayreuth, the Symphony of Harmony and Invention London unter Harry Christophers, den Münchner Philharmonikern unter Lothar Zagrosek, dem Stuttgarter Staatsorchester unter Gabriel Ferro, La Stagione, dem Linos-Ensemble, Sigiswald Kuijken, Heinz Holliger, Thomas Hengelbrock u.a.

Auch in diesem Schubertiade-Konzert bilden Lieder des Namensgebers der Reihe eine feste Größe, darunter das erste im Druck erschiene Werk von Franz Schubert überhaupt: Erlafsee beschreibt in Versen von Schuberts Freund Johann Mayrhofer die Idylle des in der Nähe von Mariazell gelegenen Sees. Schubert komponierte das Lied, das als Liebhaberdruck in einer Art Reiseführer für (…) Freunde interessanter Gegenden (…) der österreichischen Monarchie erschien, aus der Handschrift seines Freundes. Ganz anders bei Goethe: Seine Gedichte waren längst gedruckt, als der rund 50 Jahre jüngere Schubert sie in Musik setzte. Die leidenschaftliche Rastlose Liebe und die verträumt sehnsüchtige Nähe des Geliebten gehören zu Schuberts berühmtesten Goethe-Vertonungen. Ebenfalls Highlights des Liedrepertoires sind Schumanns Widmung („Du meine Seele, du mein Herz“), das Eröffnungslied der Myrthen für seine Braut Clara Wieck sowie Mahlers Rückert-Lieder Liebst du um Schönheit und Ich bin der Welt abhanden gekommen.

 

 

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