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Matinée zum Auftakt des 25-jährigen Jubiläums der Schubertiade

Liebchen und der Saft der Reben
Teilen meines Herzens Glut,
Und beseligen mein Leben:
Sie ist reizend, er ist gut.

(Wein und Liebe)

 

Wenn die Tage kürzer werden und die Mundwinkel länger, beklagen viele den Verlust des Sommers. Dabei hat der Herbst so viel zu bieten: Erntezeit, Weinlese, Liebe – denn wenn es kälter wird, rückt man wieder näher zusammen. Die Schubertiade widmet sich bei ihrem Auftakt der kommenden Saison deshalb ausschließlich den Freuden der dritten Jahreszeit und verzichtet auf jegliche Melancholie. Die Matinée am 15. Oktober um 11 Uhr mit dem preisgekrönten Männerquartett Schubert hoch vier und Thomas Seyboldt am Klavier steht unter dem Motto des gleichnamigen Liedes Wein und Liebe, einem Vokalquartett aus Schuberts später Meisterzeit. Da die Schubertiade in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, stehen bei der Saisoneröffnung ausschließlich Werke des Namenspatrons Franz Schubert auf dem Programm.
Trotz des einheitlichen Themas ist das Repertoire im Asamsaal des Ettlinger Schlosses so bunt wie die Blätter, die draußen von den Bäumen fallen. Friedrich Schiller etwa hat sich in seiner Dichtung ausgiebig mit Wein und Liebe befasst und bringt in seiner Dithyrambe auch gleich noch die griechischen Götter ins Spiel, Hölty steuert das Erntelied bei, und der Liebe wird mit Liebhaber in allen Gestalten (Goethe), Selig durch die Liebe (Schiller) und schließlich mit La pastorella al prato sogar auf italienisch gehuldigt. Und auch die Form der dargebotenen Stücke variiert: Es gibt Klavierlieder, Vokalensembles mit und ohne Begleitung , zwei-, drei- oder vierstimmig, und genau wie bei gutem Wein sind auch die „Trinklieder“ – rund ein halbes Dutzend – ganz unterschiedlich: mal spritzig, mal witzig, mal feurig. Die schwedische Gattung Skolie und das Punschlied. Im Norden zu singen runden die Weinprobe harmonisch ab.
Ganz groß gefeiert wird das 25-jährige Jubiläum der Schubertiade dann am 28. Januar bei einem Schubert-Goethe-Abend mit dem Liedduo Begemann-Seyboldt, die ihr Eröffnungsprogramm vom Gründungsjahr 1993 erneut auf die Bühne bringen.

25 Jahre Schubertiade

Bereits seit 25 Jahren hat sich der Pianist und künstlerische Leiter der Schubertiade Thomas Seyboldt der Liedkunst verschrieben und arbeitet unermüdlich daran, immer wieder abwechslungsreiche Programme zu konzipieren und auf die Bühne zu bringen – mit viel Herzblut und Erfolg: Heute ist die Schubertiade eine Liedkonzertreihe von internationalem Format mit hochkarätigen Interpreten. Nach der Gesamtaufführung aller Lieder von Franz Schubert mit mehr als 600 Werken folgte das Projekt LIEDERWENDE, in dem die Kunst lebender Komponisten gewürdigt wird. Mit Wolfgang Rihm und Wilhelm Killmayer waren die führenden Liedkomponisten der Gegenwart bereits zu Gast bei der Schubertiade in Ettlingen. Seyboldt führte sein begeistertes Publikum auch durch die Entwicklung des Liedes vor und nach Schubert. So gab er regelmäßig den romantischen Liedgrößen Schumann, Brahms und Wolf gebührend Raum oder zeigte in einem umfangreichen Jahresprogramm verschiedene Wege auf, die zu Schuberts Gretchen am Spinnrade führten, das vielen als der erste Meilenstein der Gattung gilt. Mit Lieder ohne Grenzen eröffnete er neue Horizonte und Verbindungen zu unterschiedlichen Kulturräumen, und lenkte den Blick etwa über die Alpen nach Italien, in eines der großen Sehnsuchtsländer des Südens.

Schubert hoch vier

Das Männerquartett Schubert hoch vier besteht aus den international gefragten Solisten Markus Schäfer, Hubert Mayer, Hans Christoph Begemann und Cornelius Hauptmann. Alle singen an berühmten Opernhäusern, bei großen Festivals und auf renommierten Konzertpodien. Bedeutende Dirigenten wie Abbado, Bernstein, Gardiner, Harnoncourt, Nagano oder Rilling haben mit ihnen zusammengearbeitet. Neben ihren Solokarrieren widmen sie sich in enger Zusammenarbeit mit dem Pianisten und Schubert-Experten Thomas Seyboldt auch dem Ensemblegesang. Dieser gründete das Männerquartett als tragende Säule seiner Vision, alle Vokalensembles von Franz Schubert öffentlich aufzuführen – eine Weltpremiere. Die Konzertpresse spricht von einem „absoluten Spitzenensemble für dieses Repertoire“, das sich durch „feinste Diktion und Phrasierung, zauberhaftes Kolorit und hohe Klangkultur“ auszeichnet. Die Premieren-CD des Ensembles erschien 2006 bei Carus und wurde mit dem internationalen Schallplattenpreis Pizzicato Supersonic Award ausgezeichnet.

 

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