Begemann-Seyboldt

 

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Liedduo Begemann-Seyboldt stellt neue CD vor – Goethe-Vertonungen von Rihm
und Parallelvertonungen anderer Komponisten 

Die Kompositionen von Wolfgang Rihm begleiten den Pianisten Thomas Seyboldt und den Bariton Hans Christoph Begemann schon lange. Nun spielte das seit 25 Jahren erfolgreiche und kongeniale Liedduo beim SWR Goethe-Lieder des renommierten Karlsruher Komponisten ein (u. a. Sehnsucht, Nachtgesang, Phänomen, Harzreise im Winter). Wolfgang Rihm hat sich in den letzten zehn Jahren ausgiebig mit Goethe beschäftigt. Ein großer Zyklus von 13 Liedern entstand zwischen 2004 und 2007 und ist dem Komponisten Wilhelm Killmayer zum 80. Geburtstag gewidmet. Auf der CD befinden sich sowohl Gedichte, die vor Rihm noch niemand vertont hat, als auch welche, die bereits andere Komponisten angeregt haben. Schließlich war Johann Wolfgang von Goethe schon immer eine große Inspirationsfigur: Franz Schubert zum Beispiel hat mehr Texte von Goethe vertont als von irgendeinem anderen Dichter, 80 sind es insgesamt.

Womit wir beim Konzert der schubertiade.de – Forum für Liedkunst am 28. Februar wären, das an das Konzept der LIEDERWENDE anschließt – eine Hommage an lebende Komponisten – und weit über eine CD-Präsentation hinausgeht. Denn Begemann und Seyboldt widmen sich außerdem den abwechslungsreichen Parallelvertonungen der Goethe-Gedichte. Etwa Dämmrung senkte sich von oben, das Fanny Hensel, Johannes Brahms, Othmar Schoeck und Wolfgang Rihm im Abstand von 200 Jahren gleichermaßen inspirierte, aber von allen vieren gänzlich unterschiedlich umgesetzt wurde. Oder Sehnsucht, das vor Wolfgang Rihm bereits Ludwig van Beethoven und Franz Schubert vertont hatten. Nicht immer sind Parallelvertonungen gleich zu erkennen: Während Rihm Goethes Gedicht Harzreise im Winter 2012 musikalisch umsetzte, vertonte Johann Friedrich Reichardt nur eine Strophe daraus – unter dem Titel Rhapsodie.

Wolfgang Rihm gehört weltweit zu den bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten. Der hohe Anteil des Liedschaffens in seinem immensen Werk macht ihn zu einem der wichtigsten Liedkomponisten der Gegenwart. Und seine herausragende Fähigkeit, Wortpoetisches und musikalischen Klang ineinander zu verweben, stellt ihn den größten deutschen Liedmeistern Schubert, Schumann, Brahms und Wolf zur Seite – deren Liedkompositionen ihm als Vorbilder dienen, von denen er sich gleichzeitig aber bewusst absetzt.
Rihm hat in Karlsruhe, Köln und Freiburg bei Eugen Werner Velte, Karlheinz Stockhausen, Klaus Huber, Wolfgang Fortner und Humphrey Searle Komposition studiert. Seit 1985 ist er Professor für Komposition an der Musikhochschule Karlsruhe und sein musikalisches Schaffen wurde schon früh mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: Er erhielt unter anderem den Rolf Liebermann-Preis, das Bundesverdienstkreuz, den Jacob Burckhardt-Preis der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung, den Bach-Preis der Stadt Hamburg und den Ernst von Siemens Musikpreis. Außerdem ist er Mitglied der Akademien der Künste München, Berlin und Mannheim.
2014 verlieh die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Wolfgang Rihm für sein herausragendes Lebenswerk den Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik. Die Akademie zeichnete einen „Schreibmusiker und Musikschreiber“ aus und „in der Synthese dieser beiden Daseinsformen den charakteristischsten Kopf unserer Zeit“. Auf Wunsch des Komponisten wurde das musikalische Programm der Preisverleihung vom Liedduo Begemann-Seyboldt gestaltet.

 

 

 

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