Sarah Wegener

Über ihr Können ist nicht zu diskutieren. Wegener verfügt über einen tadellosen Stimmsitz, den ganzen Ambitus umfassende Farben, prächtiges Volumen, das auch bei höherer Lautstärke rund bleibt, und ein perfektes Legato.
Neue Zürcher Zeitung

Sarah Wegener durchdringt jede Partie mit kammermusikalischer Intensität und begeistert ihre Zuhörer mit ihrer warm-timbrierten Stimme. Regelmäßig arbeitet sie mit Kent Nagano, Philippe Herreweghe, Emilio Pomàrico, Tonu Kaljuste, Heinz Holliger, Frieder Bernius und Michael Hofstetter zusammen. Sie sang Konzerte und Liederabende beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, bei der RuhrTriennale, den Händelfestspielen Halle, sowie an der Alten Oper Frankfurt, dem Konzerthaus Berlin, der Tonhalle Zürich, dem Wiener Konzerthaus, dem Concertgebouw Amsterdam, der Kölner Philharmonie, der Elbphilharmonie Hamburg, der Casa da Música Porto und dem Bozar Brüssel. Opernengagements führten sie mit Hauptrollen ans Royal Opera House London, die Deutsche Oper Berlin, die Wiener Festwochen, das Theater Bonn und das Staatstheater Saarbrücken.

Die britisch-deutsche Sopranistin, die auch einen Abschluss als Kontrabassistin nachweisen kann, studierte Gesang bei Prof. Jaeger-Böhm in Stuttgart sowie in Meisterkursen bei Dame Gwyneth Jones und Renée Morloc. 

Gleichermaßen geschätzt als Interpretin des klassischen und romantischen Repertoires wie zeitgenössischer Kompositionen sang Sarah Wegener in den letzten Spielzeiten unter anderem Mahlers 8. Sinfonie (Eliahu Inbal, Philharmonische Staatsorchester Hamburg), Dvořáks Stabat Mater und Haydns Sieben letzte Worte (Philippe Herreweghe, Orchestre des Champs-Élysées, Collegium Vocale Gent), und, in einem aufsehenerregenden Konzert in Graz, Strauss‘ Vier letzte Lieder. Mit dem NDR-Sinfonieorchester unter Thomas Hengelbrock interpretierte sie Dunkle Saiten von Jörg Widmann, der ihr zudem die Solopartie in seiner Komposition Drittes Labyrinth widmete. Auch mit Georg Friedrich Haas besteht eine besondere künstlerische Verbindung, nicht zuletzt begründet durch ihre herausragenden Fähigkeiten in der Interpretation mikrotonaler Musik. Zahlreiche Werke des Komponisten brachte sie zur Uraufführung, darunter die Oper Bluthaus – für die Hauptpartie der Nadja wurde sie 2010 von der Zeitschrift Opernwelt als Sängerin des Jahres nominiert. Zuletzt gab sie in seiner neuen Oper Morgen und Abend ihre Debüts am Royal Opera House London und an der Deutschen Oper Berlin.

Sarah Wegeners Diskografie umfasst Aufnahmen mit Frieder Bernius, darunter Arien von Justin Heinrich Knecht (Carus), Korngolds Die stumme Serenade (CPO), Schuberts Lazarus (Carus) und Mozarts Große Messe in c-moll (Carus), sowie Faurés Pélleas et Mélisande mit dem RSO Stuttgart und Heinz Holliger (Hänssler Classic) und Rossinis Petite Messe solennelle mit Tonu Kaljuste (Carus). Into the Deep Sea, ihre erste Lied-CD mit dem Pianisten Götz Payer, wird demnächst bei CAvi-music veröffentlicht.

Die Saison 2017/18 eröffnet Sarah Wegener mit Kent Nagano und dem Orchestre Symphonique de Montréal. Nach ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit bei Mozarts Requiem, Beethovens 9. Sinfonie, Bachs Matthäuspassion und Brahms’ Ein deutsches Requiem im Vorjahr ist sie jetzt mit Mahlers 8. Sinfonie sowie in einem Kammermusikabend in Montréal zu hören. Darauf folgen Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Jörg Widmann in München, dem ORF Radiosinfonieorchester Wien unter Cornelius Meister beim Festival Wien Modern sowie Bachs Weihnachtsoratorium mit dem KlangVerwaltung Orchester unter Enoch zu Guttenberg, wieder in München. Sie ist unter anderem beim Musikkollegium Winterthur und den Schwetzinger SWR Festspielen zu Gast.

 

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