Ulrike Sonntag stammt aus Esslingen in Süddeutschland. Nach dem Studium der Schulmusik und Germanistik studierte sie Gesang an der HdK Berlin und nahm an Meisterkursen von Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Elisabeth Schwarzkopf teil. Sie war Preisträgerin bei mehreren Wettbewerben. Noch während der Studienzeit debütierte sie an der Hamburgischen Staatsoper als Oriane in Amadis von Joh. Chr. Bach. Feste Opernengagements führten sie über Heidelberg und Mannheim 1988 an das Staatstheater Stuttgart. Von 1991 bis 1994 war sie Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, wo sie als Susanna, Zdenka, Musetta, Marzelline, Micaela, Pamina und Donna Elvira zu hören war.

Gastverträge verbanden sie mit den Opernhäusern in Berlin, Frankfurt am Main, Köln, Karlsruhe, Monte Carlo, Kairo, Triest und Cagliari. Bei den Ludwigsburger Festspielen sang sie das Ännchen in der auf Video erhältlichen Freischütz-Inszenierung von Loriot, 1992 die Pamina in der Zauberflöte von Manthey. Im Oktober 1996 übernahm sie in der Neuproduktion des Freischütz an der Oper in Tel Aviv ebenfalls die Partie des Ännchens. 1997 sang sie mit großem Erfolg die Donna Elvira in Berlin in der Inszenierung von Katharina Thalbach. 1998: Die Feen von Wagner in Cagliari und Micaela bei den Open Air Opernfestspielen in St. Margarethen in Österreich. 1999: Rosalinde beim Chiemgauer Opernsommer und im Prinz­regententheater München.

Daneben geht Ulrike Sonntag einer internationalen Konzerttätigkeit nach, wovon zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und Platten- bzw. CD-Aufnahmen Zeugnis geben. Das Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Die Sopranistin war Gast der Festivals in Salzburg, Wien, Frankfurt, Berlin, Montreux, Schwetzingen und trat mit vielen bedeutenden Orchestern und Dirigenten in ganz Europa, Russland, USA, China, Südamerika und Japan auf.

Auch der Liedgesang spielt eine wichtige Rolle. Ulrike Sonntag gab Liederabende u.a. in der Alten Oper Frankfurt, in der Philharmonie Köln, beim NDR Hannover, bei den Ludwigsburger Festspielen, beim Rheingau-Festival, mit Hermann Prey in Bad Urach, bei der Biennale in München, in Lissabon, Lyon, Paris und Barcelona. Das Marienleben von Hindemith sang sie bei den Hindemith-Tagen in Berlin, Frankfurt, Mannheim, Salzburg, Mailand, beim Bodensee-Festival und in Madrid. CDs sind erschienen mit Mignon-Vertonungen von Schubert, Schumann und Wolf, sowie mit Liedern und Kammermusik von Darius Milhaud. Zusammen mit Siegfried Mauser unternahm die Sopranistin 1994 eine Tournee durch Russland mit Liedern von russischen und deutschen Komponisten. Nach Uruguay, Paraguay und Argentinien führte 1995 eine Tournee mit Konzerten und Meisterklassen zum Thema „Lied der Jahrhundertwende“. Im Oktober 2000 leitete sie Kurse in Jerusalem, Tel Aviv und Genf. Zum Sommersemester 2005 trat sie eine Professur für Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart an.

 

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