Der gebürtige Leipziger Friedemann Röhlig begann seine musikalische Ausbildung mit einem Studium in den Fächern Klavier, Harfe und Dirigieren an der Musikhoch-schule seiner Heimatstadt.

Angeregt durch seine intensive Begleitertätigkeit begann er sich unter der Obhut von KS Christa-Maria Ziese in Leipzig mit dem Singen zu beschäftigen, um anschließend bei Prof. Julia Hamari und Carl Davis an der Stuttgarter Musikhochschule Gesang zu studieren. Zusätzliche Impulse erhielt er in der Liedklasse von Prof. Konrad Richter, auf verschiedenen Meisterkursen sowie u.a. in der Arbeit mit Prof. Rudolf Piernay und KS Artur Korn. Im Jahr 2000 wurde er Preisträger beim 49. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Zunächst am Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf engagiert, war er danach am Staatstheater Kassel tätig, wo er in den zentralen Partien seines Fachs zu hören war.

Seitdem gastierte der Bassist vor allem an den großen Opernbühnen Europas und bei renommierten Festivals, darunter die Hamburgische Staatsoper, die Staatsoper Stuttgart, die Nederlandse Opera Amsterdam, die Opéra National de Paris (Bastille), die San Francisco Opera, das Gran Teatre del Liceu Barcelona, das Teatro Real Madrid, die Opernhäuser von Brüssel, Antwerpen, Montpellier, Strasbourg, Bilbao, Lissabon, die Bayreuther, Salzburger und Bregenzer Festspiele und die Dresdner Musikfestspiele.

Das breit gefächerte Opernrepertoire des Sängers reicht von den Partien in Mozarts Opern wie Osmin in Die Entführung aus dem Serail, Sarastro in Die Zauberflöte, Commendatore in Don Giovanni und Bartolo in Le nozze di Figaro, über Colline in La Bohème, Basilio in Il Barbiere di Siviglia, Banco in Macbeth und Gremin in Eugen Onegin bis hin zu Gurnemanz in Parsifal und dem Doktor in Wozzeck von Alban Berg.

Er arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Gerd Albrecht, Helmuth Rilling, Hartmut Haenchen, Daniel Harding, Dennis Russell Davies, Christoph von Dohnányi, Sebastian Weigle, Kurt Masur, Edo de Waart, Ingo Metzmacher, Donald Runnicles und Daniele Gatti zusammen.

Mit großer Leidenschaft widmet er sich darüber hinaus seiner umfangreichen Konzerttätigkeit, die ihn nach Israel, Italien Osterreich, Frankreich, Polen, Tschechien, Brasilien, in die Niederlande sowie in die Schweiz und in alle großen Konzertsäle Deutschlands führte. Dabei ist er in Werken der Neuen Musik (Glass, Matthus) oder jazz-inspirierter Musik (Bernstein, Brubeck) ebenso zu Hause wie im klassischen Repertoire. Dazu gehören Mozarts Konzertarien, Bachs Passionen und die großen Werke der romantischen Kirchenmusik wie Verdis Requiem oder Brahms Ein Deutsches Requiem.

Nicht zuletzt gehört seine große Liebe dem Lied. Er hat sich dabei intensiv mit den großen Liedzyklen Schuberts beschäftigt, aber auch immer wieder selten aufgeführte Werke in seine Programme aufgenommen. So war er in Liederabenden u.a. im Leipziger Gewandhaus und bei der Schubertiade in Schwarzenberg zu hören.

Zahlreiche Rundfunk und Fernsehaufnahmen dokumentieren die Vielseitigkeit seiner musikalischen Arbeit. Nächste Projekte werden ihn u.a. wieder an des Gran Teatre del Liceu in Barcelona (u.a. Fasolt) führen.

Darüber hinaus unterrichtet er als Professor für Gesang an der Hochschule für Musik in Karlsruhe.
 

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