LOTHAR ODINIUS
   
studierte Gesang bei Anke Eggers in Berlin, in Meisterkursen bei Ingrid Bjoner, Alfredo Kraus und mehrfach bei Dietrich Fischer-Dieskau erhielt er weitere Anregungen für seine Arbeit. Zurzeit wird er gesanglich von Neil Semer betreut.
    Vom Berliner Tagesspiegel als „erstklassiger Sänger und Mime“ tituliert, debütierte er im Herbst 2008 in Glyndebourne als Tamino, und war zuvor als Lucio Silla bei den Mannheimer Mozartwochen und als Tiberino in Niobe bei den Schwetzinger Festspielen zu erleben. In den letzten Jahren interpretierte er die bedeutenden Partien seines Faches wie Mozarts Titus und Don Ottavio in Potsdam, Ferrando (Cosi fan tutte) in Salzburg und Wiesbaden, Arbace (Idomeneo) in Mannheim und Paris und Tamino in Bonn. Bei den Haydn Festspielen Eisenstadt war er unter Adam Fischer in der Oper La vera costanza zu hören, am Opernhaus Zürich begeisterte er in der Titelpartie von Schuberts Alfonso und Estrella unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt, darüber hinaus trat er in Kopenhagen (Weill: Lindberghflug), Zürich (Strawinsky: Pulcinella) und bei den Schwetzinger Festspielen (Benda: Il Buon Marito) auf. Von 1995 bis 1997 war er als lyrischer Tenor am Staatstheater Braunschweig engagiert.
    Besondere Aufmerksamkeit widmet Lothar Odinius dem Konzertgesang. Als Evangelist der Oratorien von Bach, als Interpret mit einem Repertoire vom Barock bis in die Gegenwart hat sich der Tenor international einen Namen gemacht. Engagements der jüngeren Vergangenheit führten ihn u.a. zum Oregon Bach Festival, auf Tourneen durch Italien mit Bachs Johannespassion , nach Frankreich und Spanien mit Emmanuelle Haïm und mit der Academy of St. Martin in the Fields unter der Leitung von Sir Neville Marriner (Mozart: Requiem) durch Deutschland. Er sang als Evangelist u.a. in Toronto, Madrid und Budapest und trat beim Rheingau Musik Festival und beim Europäischen Musikfest Stuttgart auf. Liederabende gab er in Herrenchiemsee, Köln, Bonn und Basel.
    Eine enge Zusammenarbeit verbindet den Sänger mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Adam Fischer, András Schiff und Helmuth Rilling.
    Nach seinen Operndebüts 2009 an der Canadian Opera Company (Strawinsky: Rossignol und Renard), 2010 an der Opéra National de Paris (Mozart: Arbace in Idomeneo und am Royal Opera House Covent Garden (Steffani: Niobe) beinhalten zukünftige Engagements weitere Operndebüts an der Oper Köln 2010 und den Bayreuther Festspielen 2011 sowie Konzerte in Chicago, USA. Von Helmut Rilling und András Schiff wurde er für verschiedene Konzertprojekte eingeladen.
    Seine Tätigkeit ist auf zahlreichen CD-Einspielungen dokumentiert, darunter: F. Schmidt: Das Buch mit sieben Siegeln (Dirigent: Welser-Möst); N. Jommelli: Vologeso (Bernius); J.S. Bach: Kantate BWV 201 (Rilling); J. Haydn: Die Schöpfung (zu Guttenberg); F. Lehár: Der Sterngucker (Goritzki); W.A. Mozart: Lucio Silla (Fischer). Schubert-, und Mozart-Lieder bei Naxos.

www.lotharodinius.com

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