© Jutta Missbach

          



 

Tilman Lichdi hat sich als einer der bedeutendsten Bach- und Liedinterpreten etabliert. Besonders begeistert er als Evangelist in den Bachschen Oratorien und Passionen. Bei seinem Amerikadebüt mit der Johannespassion und dem Chicago Symphony Orchestra schrieb ein Kritiker aus Chicago: “Man kann ein ganzes Leben verbringen, ohne je eine so gut gesungene Evangelistenpartie zu hören wie jene von Tilman Lichdi, und ich vergesse hierbei nicht Peter Schreier." Lichdi hat Konzerte in Europa, den USA, Australien und Südamerika gesungen unter anderem mit den Dirigenten Ton Koopman, Thomas Hengelbrock, Martin Haselböck, Peter Dijkstra, Frieder Bernius, Christoph Perick, Bernard Labadie, Marcus Bosch, Hervé Niquet, Hartmut Haenchen, Kent Nagano, Christoph Poppen, Claus Peter Flor, Michail Pletnev, Michel Corboz, Hans-Christoph Rademann, Teodor Currentzis und Herbert Blomstedt.

Die Höhepunkte der Saison 16/17 sind zunächst Konzerte in Lissabon (h-Moll-Messe - Gulbenkian Orchester – M. Corboz) und in Leipzig (Weihnachtsoratorium – Thomaskirche – Gotthold Schwarz) gefolgt von einer Europatournee mit dem Amsterdam Baroque Orchester & Chor unter Ton Koopman mit einem Bachprogramm. Anfang 2017 wird Tilman Lichdi neben einer weiteren Tournee mit Ton Koopman und dem ABO die Winterreise von Franz Schubert zunächst mit Gitarre aufführen, danach folgen Konzerte & CD-Produktion der Winterreise mit Anette Fischer-Lichdi für Lichdi Records und Anfang März dann 3 Konzerte mit der Winterreise in der Zenderfassung in Heilbronn, Mosbach und Bad Cannstatt. Anfang April wird es eine Tournee mit der Matthäuspassion wiederum mit Ton Koopman und dem ABO geben gefolgt von 2 Konzerten mit CD-Produktion der Johannespassion in Dresden. Gegen Ende der Saison wird Tilman Lichdi bei der Uraufführung der Deutschen Messe von Stefan Heuke nach Texten von Norbert Lammert in Berlin mit dem DSO Berlin unter der Leitung von Steve Sloane mitwirken.

Wichtige Stationen der vergangenen Jahre waren neben der Johannespassion mit dem Chicago Symphony unter der Leitung von Bernard Labadie und dem Chicago Symphony auch das Debüt mit den New Yorker Philharmonikern (Messias) ebenso wie das Australiendebut mit dem Melbourne Symphony und Haydns Schöpfung. Am Châtelet in Paris sang er in einer Neuproduktion eine Bühnenfassung des Mozartschen Messias unter der Leitung von Hartmut Haenchen ebenso wie die Johannespassion mit den Münchner Philharmonikern unter Ton Koopman. 2016 arbeitete Tilman Lichdi zum ersten Mal mit Herbert Blomstedt und den Bamberger Symphonikern.

Im Letzten Jahr ist die erste Lied CD Die schöne Müllerin unter lichdirecords.de erschienen. Unter der Leitung von Frieder Bernius war Tilman Lichdi an der CD-Produktion der Matthäuspassion und dem Musikpodium Stuttgart sowie bei der Ersteinspielung der Oper Der Berggeist von Franz Danzi unter der Leitung von Frieder Bernius beteiligt. Eine DVD|CD-Produktion der Johannespassion mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Peter Dijkstra ist ebenfalls erschienen. Zudem ist der Tenor auf mehreren Alben der ambitionierten Gesamtaufnahme der Werke Buxtehudes zu hören, die unter der Leitung von Ton Koopman entstanden ist.

Tilman Lichdi war von 2005 – 2013 festes Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg. Dort hat er unter anderem David in Die Meistersinger, Steuermann in Der fliegende Holländer, Tamino in Die Zauberflöte, Ferrando in Cosi fan tutte, Belmonte in Die Entführung aus dem Serail, Don Ottavio in Don Giovanni, Count Belfiore in La finta giardiniera und Count Almaviva in Il Barbiere di Siviglia gesungen. Tilman Lichdi ist Träger des Bayerischen Kunstförderpreises 2012 im Bereich Darstellende Kunst.

Tilman Lichdi wuchs bei Heilbronn auf und erhielt im Alter von 18 Jahren seinen ersten Gesangsunterricht bei Alois Treml (Staatstheater Stuttgart), studierte jedoch zunächst 4 Jahre Trompete bei Prof. Günther Beetz in Mannheim und wechselte 1999 zum Gesangstudium nach Würzburg zu Frau Prof. Charlotte Lehmann, das er mit Auszeichnung abschloss.

 

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